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Zeugnis von Beulah

Mein Zeugnis

 

Am 19. März 2012, mit 21 Jahren, beschloss ich, meinem Leben ein Ende zu setzen, nachdem ich immer frustriert war und mit Ärger zu kämpfen hatte. Obwohl ich als Christin und Tochter eines Pastors geboren wurde, lebte Christus nicht in mir. Ich lebte ein sehr sündhaftes, weltliches Leben. Ich war meinen Eltern eine ungehorsame und arrogante Tochter.

Ich weiß nicht mehr, wie es dazu kam, dass ich mich auf den Bahnschienen wiederfand, die direkt neben unserem Haus vorbeiliefen. An diesem Abend wurde ich frontal von einem Güterzug erfasst, ich wurde weit in die Mitte der Schienen geworfen und der ganze Zug rollte über mich hinweg, während ich bewusstlos zwischen dem Schienenstrang lag. Ich hatte eine offene Stirnwunde und ernsthafte Schädelverletzungen. Mein rechter Fuß lag zerborsten auf der anderen Seite des Bahngleises. Mein linker Fuß war gebrochen.

Während mein Vater meinen rechten Fuß mit sich trug, wurde ich mit großem Blutverlust, eingewickelt in ein Tuch, in verschiedene Krankenhäuser gebracht. Keines wollte mich aufnehmen, da man mich schon für tot hielt. Aber ich atmete noch.

Die Gemeinde hatte bereits alles für mein Begräbnis in die Wege geleitet und man wartete nur noch auf meinen Leichnam.

Inzwischen fand sich aber doch ein Krankenhaus, das mich aufnahm. Die Ärzte gaben mir noch 42 Stunden zu leben.

Meine Nieren und Lungen kollabierten. Mein Auge war schwer verletzt und es sah aus, als ob es herausfallen würde. Ich fiel ins Koma. Man schloss man mich an eine Beatmungsmaschine an, aber ich blieb noch immer bewusstlos. Die Ärzte wussten nicht, wo und wie  sie mit einer Behandlung anfangen sollten. Ich hatte totales Organversagen.

Einen Monat lang war ich an eine Dialysemaschine angeschlossen. Meine Nieren begannen wieder normal zu arbeiten.

Das Mundstück der Beatmungsmaschine fiel immer wieder aus meinem Mund, so machte man einen Luftröhrenschnitt und fixierte den Beatmungsschlauch dort.

Nach einem weiteren Monat kam ich wieder zu Bewusstsein, verstand aber nicht, was hier vor sich ging. Ich hatte keine Ahnung, dass ich ein Bein verloren hatte und war vollständig verwirrt. Ich musste mehrere Monate lang im Krankenhaus bleiben. Ich konnte mich nicht bewegen und musste ständig (24/7) ruhig liegen. Es war sehr schmerzhaft.

Ich schrie zu Jesus und sagte zum Herrn: "Ich habe einen Riesenfehler gemacht, bitte nimm mein Leben, ich kann den Schmerz nicht mehr ertragen."

Die Tage vergingen und mein Körper begann sich Schritt für Schritt zu erholen. Alle Komplikationen lösten sich. Ich fühlte die Heilungskraft von Jesus in mir.

 

Zusätzlich zu diesen physischen Schmerzen hatte ich auch noch einen mentalen Schmerz.

Die Person, die ich am meisten liebte, hatte mich verlassen, Freunde verschwanden aus meinem Leben. Diese Einsamkeit tötete mich jeden Tag ein bisschen mehr.

Nach 2 Jahren Kampf mit diesem mentalen Stress begann ich die Bibel zu lesen.

Ich las jeden Tag darin und es gab mir neue Kraft. Ab diesem Zeitpunkt begann sich mein Leben buchstäblich zu verändern. Mein unattraktives , schmutziges Äußeres änderte sich, alle Wunden heilten. Mein Haar begann wieder zu wachsen.

Ich lernte einen Mann kennen, der mich so liebte, wie ich war, mit ihm bin ich seit 2 Jahren verheiratet. Manchmal entfernt Gott aus einem bestimmten Grund Menschen aus unserem Leben.

 

Die Kehrseite:

Menschen sprachen schlecht über meinen Vater und kritisieren ihn, weil er mich ins Krankenhaus gebracht hatte. Gläubige lachten ihn aus. Sie fragten ihn, wo er denn das Geld für meine Behandlung hernehmen würde. Sie dachten, er hätte mich besser in die Kirche gebracht, damit Gott mich heimholt.

Nichts desto trotz hat mein Vater mich nie aufgegeben. Seine Tränen wurden gesehen, seine Gebete gehört. Jesus hat Menschen aus der ganzen Welt dazu verwendet, finanziell für meine Behandlung aufzukommen. Ich wurde im besten Krankenhaus behandelt , die Kosten beliefen sich fast auf 75 Lacks (ca 93.000 Euro). Keine einzige Rupie musste sich mein Vater ausleihen.

Alle Bedürfnisse wurden durch die Gnade Gottes erfüllt!